Präventionstag

 10 Jahre Karlsruher Präventionstag 2010 – 2019

Der Karlsruher Präventionstag ist eine Veranstaltung, die von einem Netzwerk unterschiedlichster Organisationen getragen wird. Die Zielgruppe sind Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen, Verwaltungsleute, Polizist*innen und Ehrenamtliche. Seit dem Jahr 2010 beschäftigt er sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, in deren Zentrum das Thema PRÄVENTION steht. Er findet einmal jährlich abwechselnd in der Stadt Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe statt.

Info-Broschüre Karlsruher Präventionstag

Film anlässlich des 10. Karlsruher Präventionstages

 

11. Karlsruher Präventionstag 2020

Am 13. Oktober Uhr im Tollhaus Karlsruhe und als virtueller Stream im Netz

 

Auf Grund der aktuellen Situation wird die diesjährige Veranstaltung in digitaler Form stattfinden.

 

Mediengesellschaft

Faszinierende Realitäten – Nutzen. Missbrauch. Sucht.

 

13.10.2020, 10:00h – 13:00h

Vormittagsprogramm im Livestream aus dem Tollhaus Karlsruhe

 

Impulsvorträge

  • „Mediennutzung von Jugendlichen während der Pandemie“

     Thomas Rathgeb, Landesanstalt für Kommunikation, Autor der JIM-Studie 2019

  • „Was kann an Mediengebrauch süchtig machen – Wie können wir selbst vorbeugen und reagieren?“

    Dr. med. Arne Zastrow, Ltd. Oberarzt Psychosomatische Fachklinik Münzesheim

Talkrunde im Livestream
Moderation: Markus Brock

 

13. + 14.+ 15.10.2020 nachmittags

Online-Workshops

Sie können sich in diesem Jahr auch für mehrere Workshops anmelden, bitte schauen Sie genau, an welchen Tagen die Workshops stattfinden und ob es zeitliche Überschneidungen gibt. Bei erfolgreicher Anmeldung werden Sie vor den Veranstaltungen jeweils einen Link per Mail zugesendet bekommen.

Die Anmeldung finden Sie hier:

http://www.redseat.de/praeventionstag-2020

 

Workshops am 13.10.2020

 

WS 1 Medien: Zwischen Faszination und Sucht 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Dr. rer.nat. Hanne Patscheke, Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation Karlsruhe

In diesem Workshop geht es um die Themen Mediensucht, Basiswissen und Prävention. Es werden die Fragen „Was bedeutet Mediensucht?“, „Was sind die ‚medialen‘ Auslöser?“ ebenso beantwortet wie die Frage nach den Risikofaktoren für Mediensucht.

Neben den Folgen werden darüber hinaus auch die Präventionsmöglichkeiten dargestellt.

 

WS 2 Doing Family mit Medien in Zeiten von Corona – Was? Wann? Wieviel? Und besonders: Warum? 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Prof. Dr. Katrin Schlör, Professorin für Kulturarbeit Evangelische Hochschule Ludwigsburg

YouTube schauen, um die Eltern nicht bei der Telko zu stören, Großeltern nur virtuell besuchen, Hausaufgaben am PC machen, Stress beim Zocken abbauen… Kinder und Jugendliche mussten und müssen in Zeiten von Corona viel bewältigen und gleichzeitig optimal funktionieren. Digitale Medien sind im Familienhaushalt so präsent wie nie. Dennoch möchten Eltern die Medienpraxis ihrer Kinder konstruktiv gestalten und haben viele Fragen rund um das „Was? Wann? Wieviel? und Warum?“.

Der Workshop bietet neben einem Impuls Raum für Diskussion und Austausch sowie praktische Tipps für den Familienalltag mit Kindern von klein bis groß für die Zeit während, aber auch nach Corona.

 

WS 3 Akzeptanz und Annahme – aber wie? 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Melanie Anthoni, Kommunale Suchtbeauftragte für den Landkreis Karlsruhe

Wie können wir /unsere Klienten mit schwierigen Lebensmomenten und Krisen umgehen?

Anstatt vermeintliche Lösungen in Parallelwelten, wie beispielsweise den Medien, zu suchen können wir durch Ansätze der Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) flexibler mit Herausforderungen umgehen. ACT beruht auf der Achtsamkeitspraxis, Schwerpunkte sind Akzeptanz und unsere Werte sowie deren Umsetzung durch eigenes Handeln.

Wesentliche Ansätze von ACT möchte ich gerne in meinem Workshop vorstellen und gemeinsam mit Ihnen ausprobieren.

 

WS 4 Beziehungswaisen in den neuen Medien 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Marco Dobel, Psychologische Beratungsstelle Landkreis Karlsruhe, Graben-Neudorf

Neue Medien und insbesondere Soziale Netzwerke stehen im Ruf, keine wirkliche Beziehung zu ermöglichen, sondern Kinder und Jugendliche zu Beziehungswaisen zu machen und in die Einsamkeit zu führen. Richtig genutzt bieten die neuen Medien allerdings eine Vielzahl an Möglichkeiten in guten Kontakt zu treten.

Im Workshop soll es darum gehen wie pädagogische Fachkräfte die neuen Formen der digitalen Kommunikation nutzen können, um mit den Kindern und Jugendlichen in Beziehung zu bleiben und damit der Einsamkeit vorzubeugen.

Neben kurzen informativen Inputs wird der Workshop auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch bieten.

 

WS 11 Suchtprävention – Netpiloten 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Ute Ehrle, Oberstudienrätin Aktion Jugendschutz, Fachreferentin Suchtprävention und Gesundheitsförderung, Stuttgart

Net-Piloten ist ein von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickeltes, evaluiertes Peer-Projekt an Schulen. Net-Piloten sind 14- bis 18-jährige Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, die in einer 20-stündigen Ausbildung geschult werden, jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern Informationen rund um Computer- und Internetnutzung, deren Risiken und Wirkungen sowie den verantwortungsvollen Umgang damit näher zu bringen. Das Projekt will ohne den „erwachsenen Zeigefinger“ ein medienkompetentes Miteinander fördern. Jugendliche sollen früh für eine verantwortungsvolle Nutzung sensibilisiert werden. Dies soll problematischem Medienkonsum vorbeugen.

 

Workshops am 14.10.2020

 

WS 5 Nutzen? Missbrauch? Sucht?- Eine Selbstreflexion. 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Nina Gerich, Suchtberatung Ettlingen

Die Nutzung verschiedenster Medien ist Teil unsres Alltags. Bei anderen Leuten fällt uns ein „ungesunder“ Umgang häufig sehr schnell auf. Doch wie sieht es mit unserer eigenen Mediennutzung aus? Innerhalb des Workshops soll der eigene Medienkonsum wertfrei kritisch betrachtet werden- gerne darf zuvor ein Selbstversuch gestartet und einige Tage auf beispielsweise das Handy verzichtet werden.

 

WS 6 Der Digitale Elternabend – Ein Tool, damit gesunde Mediennutzung auch daheim stattfinden kann 15:00 – 17:00 Uhr

Referent*in: Clemens Beisel, Referent für Social Media, Pforzheim

Wie unterstützen wir Eltern, die Medienerziehung daheim in gesunde Bahnen zu lenken? Vor dieser Herausforderung stehen Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter sowie Pädagoginnen und Pädagogen gemeinsam.

Der digitale Elternabend kann dabei ein unterstützendes Werkzeug sein: In sechs kompakt-informativen Einheiten erhalten Eltern hilfreiche Informationen. Anhand konkreter Tipps und Tricks bekommen sie gezeigt, wie sie digitale Mediennutzung zuhause

 

WS 7 Mediennutzung in Familien

Referent*in: Inga Klas, User Experience Designer, Medienkompetenz Team e.V. Ettlingen 14:00 – 15:30 Uhr

In 4 Kurzimpulsen zu den Themen Medienzeit, Gaming, Social Media und digitales Lernen werden die Hauptbereiche der Mediennutzung in Familien beleuchtet. Im Anschluss an jeden Impuls findet ein interaktiver Austausch statt, um Erfahrungen, Anregungen und Fragen zu teilen.

 

Workshops am 15.10.2020

 

WS 8 Unverpixelter Hass? – Rechtsextremismus und Gaming 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Mick Prinz, Projektleiter Good Gaming bei der Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin

Videospiele sind aus dem gesellschaftlichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Über 43% der Deutschen spielen regelmäßig auf dem PC, der Konsole oder auf dem Smartphone. Dabei werden die Diskussionen in den Spielen selbst und in den entsprechenden Online-Communitys zunehmend politisch. Längst haben Rechtsextreme und Rechtspopulist*innen verstanden, wie sie Gaming-affine Netzwerke instrumentalisieren können, um sich zu vernetzen, sich auszutauschen oder toxische Narrative zu verbreiten.

In diesem Workshop wird aufgezeigt, wie diese Akteure Netzwerke wie Steam, Discord und Twitch nutzen. Welche Strategien sind erkennbar? Wie und in welchem Umgang formuliert sich der Hass und wie kann eine digitale Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass Games Orte werden, an dem sich jede und jeder wohlfühlen kann?

 

WS 9 Von Bielefeld nach Bilderberg. Eine Fortbildung zum Umgang mit Verschwörungstheorien 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Team meX, Landeszentrale für politische Bildung, Stuttgart

Was sind Verschwörungstheorien? Welche Folgen können sie bei Menschen verursachen, die Opfer von Verschwörungstheorien sind? Die Fortbildung zeigt Beispiele für Verschwörungstheorien auf und beleuchtet dabei u.a. auch den strukturellen Antisemitismus, der den meisten Verschwörungstheorien inhärent ist. Zudem werden Möglichkeiten des Umgangs mit Verschwörungstheorien diskutiert.

In diesem Workshop wird die genannte Fortbildung des Team meX der LpB vorgestellt.

 

WS 10 Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Karlsruhe 2020 14:00 – 15:30 Uhr

Referent*in: Jenny Schiefer, Jugendamt Landkreis Karlsruhe, Planung und Prävention

Was bedeutet es in einer Demokratie zu leben? Und was bedeutet es in einer Diktatur zu leben?  Was können wir dafür tun, unsere Demokratie zu unterstützen?

Diesen und noch mehr Fragen soll in diesem Workshop auf den Grund gegangen werden.

 

WS 12 Digitale Lebenswelt von Jugendlichen 15:00 – 16:30 Uhr

Referent*in: Sebastian Pflüger, Leitung ComputerSpielSchule Karlsruhe

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und konfrontiert die Pädagogik mit vielen neuen Themenfeldern. Darum ist es wichtig, sich diesen gegenüber nicht zu verschließen, sondern eine Haltung und passende Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln. Hierfür verschaffen wir uns einen Einblick in die mediale Welt von Kindern und Jugendlichen, schauen uns etablierte Beispiele aus der Praxis an und beleuchten die Frage, wie Sie in Ihren Einrichtungen mit dem Thema umgehen können – oder es bereits schon tun.

 

 

 

Themen vergangener Präventionstage

Der Präventionstag 2019 stand unter dem Thema:

Medien. Demokratie. Kompetenz.

Das Programm zum 10. Karlsruher Präventionstag finden Sie hier: Programm

 

Der Präventionstag 2018 stand unter dem Thema:

Körperbild. Körperwahn. Körperkult.

Das Programm zum 9. Karlsruher Präventionstag finden Sie hier: Programm

 

Der Präventionstag 2017 stand unter dem Thema:

Was hält die Gesellschaft zusammen?

Populismus, Polarisierung und Radikalisierung

Eine Dokumentation finden Sie HIER